:: Integration PORaBo-Pflegemodul PLEM
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In einer schon seit Jahren bewährten Zusammenarbeit besteht eine enge Integration zwischen den Modulen von InesKMS und PORaBo-PLEM. Alle Funktionalitäten und Informationen stehen gegenseitig zur Verfügung. Dabei bleiben User- und Fall-Integrität bestehen. Bei bestehenden und bleibenden Kernkompetenzen beider Lösungen im ärztlichem Bereich und in der Pflege steht so ein integriertes Klinisches Informationssystem zur Verfügung, das ohne Prozessschranken den Behandlungsprozess optimal abbildet und unterstützt. Ein klinisches Informationssystem kann sich nicht nur auf ärztliche Funktionalitäten und Dokumentationsschritte beschränken.

Pflegeprozess

Der Pflegeprozess ist ein Teil der gesamten Patientenversorgung und wird interdisziplinär abgestimmt. Er gilt als das Handlungsmodell professioneller Pflege (WHO, 1979). Die Ausweisung eines begründeten und transparenten Verfahrens, wie eine Pflegeperson im Pflegeprozess zu ihrer Beurteilung (Pflegediagnose) und Intervention mit welchem Ergebnis gelangt, wird von der WHO als ein Merkmal professioneller Pflegearbeit verstanden. Traditionell ist im deutschsprachigen Raum das schweizerische Pflegeprozessmodell von Fiechter und Meier (1988) bekannt. Nach Fiechter und Meier (1988) hat der Pflegeprozess zum Ziel, auf systematische Art und Weise dem Bedürfnis des Patienten nach pflegerischer Betreuung zu entsprechen. Er besteht aus einer Reihe von logischen, voneinander abhängigen Überlegungs-, Entscheidungs- und Handlungsschritten. Der Pflegeprozess ist eine Methode, die ein systematisches, organisiertes, kontinuierliches und überprüfbares Pflegeprozedere von der Aufnahme bis zum Austritt ermöglichen soll. Zur Einhaltung der Pflegequalität hält Standard Nummer 1 des SBK (1990) fest, dass die Patienten auf den Grundlagen des Pflegeprozesses eine individuelle, ihrer Sicherheit entsprechenden, zielgerichtete Pflege erhalten. Dazu hat die Pflegeperson eine schriftliche Pflegedokumentation zu erstellen und die Daten laufend auszuwerten (ebd.). Die einzelnen Schritte des Pflegeprozesses werden in der Pflegedokumentation abgebildet.

Definierte Pflegeprozess-Schritte in PORaBo-Doc

Der Pflegeprozess nach Fiechter/Meier wurde im System leicht modifiziert (Abb. 3).

Das Assessment (Anamnese) ist eine strukturierte und kriterienorientierte Informationssammlung zur nachvollziehbaren Einschätzung des aktuellen Patientenzustandes. Die Informationen dienen zur Bestimmung der Einschränkungen und Ressourcen in den ATL1 und der daraus resultierenden notwendigen Interventionen während des Spitalaufenthaltes.

Pflegediagnosen beschreiben den aktuellen Patientenzustand und die Ressourcen in den einzelnen ATL. Die Pflegediagnose steht in Zusammenhang mit den Auswirkungen von Krankheit und Therapie auf die ATL (z.B. einer Operation auf die Bewegung). Pflegediagnosen ergänzen medizinische Diagnosen und dienen zur Begründung der Ziele und Interventionen im Pflegeprozess.

Das Ziel beschreibt im Gegensatz zu den Pflegediagnosen nicht den aktuellen, sondern den erwünschten Patientenzustand. Mit den Interventionen soll dieser Zustand erreicht werden. In der Durchführung werden die Interventionen umgesetzt.

In der Evaluation wird überprüft, ob mit den durchgeführten Interventionen das Ziel erreicht wurde. Für die Evaluation können Skalenwerte benutzt werden (z.B. Fähigkeit Nahrungsaufnahme: 1 = unselbständig, 3 = geringe Unterstützung usw.). Es drängen sich skalierte Pflegediagnose-Systeme auf, weil sie während dem Spitalaufenthalt die Beobachtung im Zeitverlauf erleichtern, insbesondere den direkten Vergleich von Patientenzuständen (z.B. bei Ein- und Austritt). Die Ergebnisbeurteilung wird einfacher darstellbar und verbessert somit die Leistungstransparenz nach aussen.